Wiederbelebungskurse zum Mitmachen – 8 Minuten durchhalten
Der HLC Höxter e.V. bot allen Interessierten einen kurzen Einblick in die Thematik der Wiederbelebung. Eigentlich ein Horror-Szenario: plötzlich wird ein Mensch ohnmächtig, man kommt auf einen Unfall zu oder wird zu Hilfe gerufen. Was nun? Die erste Schockstarre überwinden und versuchen rational zu bleiben. Was ist notwendig, um der verunfallten Person zu helfen? Der Kurs „Herzsicher“ knüpfte genau dort an. Die eigenen Ängste überwinden und handeln. „Herzsicher“ finanziert von der Björn Steiger Stiftung, der Deutschen Herzstiftung und dem deutschen Fußballbund fasst es so zusammen: Prüfen, Rufen, Drücken, Schocken.
Die Kursteilnehmer hatten die Möglichkeit an Erste-Hilfe-Puppen die Herzdruckmassage auszuüben. Die meisten stellten fest, dass es recht schnell anstrengend wird. Die Referenten versuchten jede Angst zu nehmen. Wer eine Pause braucht, der darf sie natürlich machen und seine Hilfe fortsetzen, wenn er wieder bei Kräften ist. Überhaupt zu helfen und sein Bestes zu geben, ist besser als gar nicht zu helfen. Auch Automatisierte Externe Defibrillatoren, kurz AED, im allgemeinen Sprachgebrauch Defis, wurden gezeigt. Die Defis leiten sprachlich durch die Reanimation. Zwischendurch wurden viele Fragen gestellt und beantwortet. Darunter die Frage, wo in Höxter Defibrillatoren hängen? Erreicht man sie zu jeder Tages- und Nachtzeit? Am Ende der Schulung waren sich alle einig, dass sie wertvolle Informationen mitnahmen. Bis in Deutschland ein Rettungswagen am Einsatzort eintrifft, vergehen in der Regel nicht mehr als 8 Minuten. Die 8 Minuten mögen im Ernstfall wie eine Ewigkeit erscheinen, aber was sind 8 Minuten Hilfe, wenn man dafür ein Leben retten kann?




