Leichtathletik – die Medizin für gesundes Altern

(miho) Schon immer wollten die Menschen lange leben und wahrscheinlich auch lange gesund bleiben. Doch in den letzten Jahren liegt für immer mehr Menschen der Fokus auf dem Wunsch, lange gesund und fit zu bleiben. Dafür gibt es, wie mittlerweile üblich, einen englischen Begriff: Longevity gleich Langlebigkeit mit der Betonung auf gesund und fit.

Aber was heißt das praktisch, im Alter lange gesund und fit zu bleiben? Einige Beispiele:

  • Sind Sie in der Lage, sich im Stehen die Strümpfe anzuziehen oder die Schuhe zu binden?
  • Sind Sie beim Treppensteigen im 2. Stock außer Atem oder erst im 3. Stock?
  • Müssen Sie beim Spazierengehen öfter mal eine Pause einlegen, oder fallen Ihnen längere Wanderungen leicht, sind für Sie sogar ein Genuss?
  • Schaffen Sie die schwereren Haushaltsarbeiten ohne Probleme, konkret: können Sie eine Kiste Wasser aus dem Kofferraum Ihres Autos heben und in den Keller tragen?
  • Würden Sie die Anforderungen des Deutschen Sportabzeichen meistern?

Die Wissenschaften kümmern sich schon seit einigen Jahren um dieses komplexe Thema. Die Forschungsergebnisse zeigen, neben gesunder Ernährung, wenig Stress, erholsamen Schlaf und eingebunden sein in positive Sozialbeziehungen ist es vor allem Sport, der für ein gesundes und fittes Altern sorgen kann. Sport gleich Bewegung ist die Grundlage für ein gesundes Herz-Kreislauf-System, für eine gesunde Haut, schütz vor Muskelabbau, sorgt für eine starke Knochenstruktur und Immunsystem. Er wird sogar als Krebsprophylaxe empfohlen und unterstützt die Krebstherapie.

Lange glaubte man, Ausdauersport (Laufen, Radfahren, Walking, Schwimmen) würde genau das sportliche Mittel sein, um den alternden Körper fit zu halten. Wegen der Erkenntnis, dass der Muskelabbau mit dem Alter zunimmt, wurde in den letzten Jahren der Kraftsport mit und ohne Geräte als das entscheidende Mittel betrachtet. Gerade Frauen betreiben Yoga, Gymnastik, Pilates, Zumba, weil sie erkannt haben, dass das ihrer Gesundheit guttut, weil es die koordinative Leistungsfähigkeit erhält.

Mittlerweile sind die Ergebnisse der Forschung eindeutig: spätestens ab dem 60. Lebensjahr ist Ausdauer- und Kraftsport gleichwertig zu betrachten. Und auch die Koordination muss trainiert werden. Also die oben genannten Sportvarianten gehen das Alterungsproblem zu einseitig an.

Wenige Sportarten verbinden die Prävention für die fitte Langlebigkeit so hervorragend wie die Leichtathletik. Dies sei an der Beschreibung eines normalen Trainings beim HLC Höxter aufgezeigt. Fast immer gehört Ausdauertraining, meist ein ruhiger Lauf von ca. 20 Min. Dauer zum Trainingsprogramm. Dehnübungen machen fit für koordinative Trainingseinheiten. Tanzsport soll sehr gut für die Koordination sein, sogar vor Demenz schützen. Die bei jedem Leichtathletik-Training praktizierte Laufschule wird Ähnliches leisten. Sie fördert die Fähigkeit, die Kraft auf die Laufbahn zu bekommen, für Hoch- und Weitsprung die notwendige Anlaufgeschwindigkeit und Spannung zu erreichen. Gleiche Leistungen wie Tanzen werden bei den technischen LA-Disziplinen z. B beim Diskuswerfen, Kugelstoßen und Speerwerfen trainiert. Für diese Disziplinen braucht es auch Kraft, und zwar Schnellkraft. Die weißen Muskelfasern müssen dafür gut trainiert sein, die gleichen Muskelfasern, die uns vor den so häufigen Stürzen im Alter schützen. Im Wintertraining der Leichtathleten liegt auf dem Krafttraining ein Schwerpunkt.

Aber zur Leichtathletik gehören auch Sprints, Mittel- und Langstreckenläufe. Ausdauertraining ist regelmäßiger Bestandteil des Trainings, nun geht es auch um die notwendige Geschwindigkeit. Diese trainieren die Masters-Leichtathleten durch Intervall-Läufe unterschiedlicher Länge. Solche Intervalle sorgen wegen ihrer stark erhöhten Herzleistung für die Verbesserung der VO2max, der Messwert für Herz- und Muskel-Leistungsfähigkeit. Dieser Messwert ist ein exzellenter Vorhersagewert für die körperliche Leistungsfähigkeit, besonders im Alter.

Also zusammenfassend, wer etwas für seine gesunde und fitte Langlebigkeit tun will, sollte Leichtathletik trainieren, mindestens im Senioren-Alter.

Und wer sich genauer informieren möchte, sei an die vielen Podcasts verwiesen, die sich zu dem Thema Longevity im Internet finden lassen. Prominente Podcastler in Deutschland sind Prof. Ingo Froböse, Prof. Martin Halle, Nina Ruge, Lutz Graumann, Prof. Stephan Geisler, Prof. Thomas Kälicke, um nur einige zu nennen.

Und wen die Argumente für ein Leichtathletik- Training als das Mittel für Longevity überzeugt haben, wende sich an Rainer Queren, Trainer der Masters-Leichtathleten beim HLC Höxter:

queren@hlc-hoexter.de

 

Trainingszeiten der Masters-Leichtathleten:

Sommer (nach den Osterferien bis zu den Herbstferien NRW):
Montag, 18.30 Uhr, Weserkampfbahn Höxter

Winter (nach den Herbstferien bis zu den Osterferien NRW):
Freitag, 18.30 Uhr, Sporthalle Lütmarsen

Download Flyer: Flyer Longevity Masters